Die Berechnung für die Austellung des bedarfsorientierten Ausweises kann in 2 Varianten erfolgen:

  • Vereinfachtes Verfahren (Kurzverfahren): Hierbei werden für die Berechnung pauschalierte Werte von Mustergebäuden aus Gebäudetypologien verwendet; ein vereinfachtes Aufmaß wird erstellt; es erfolgt keine individuelle Ermittlung der Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte, früher k-Wert).
  • Ausführliches Verfahren: Die Ermittlung der Gebäudehüllflächen erfolgt hier über Aufmaß und Pläne. Es werden individuelle U-Werte der Bauteile verwendet. Die Ergebnisse sind hier genauer; dieses Verfahren empfiehlt sich immer, wenn energiesparende Maßnahmen geplant sind.
Auch ein mittels vereinfachter Datenaufnahme (Kurzverfahren) ausgestellter Energieausweis ist ein vollwertiger Energieausweis. Der Energieausweis wird für das gesamte Gebäude ausgestellt. Er ist maximal 10 Jahre gültig und muss ggf. nach Modernisierungen, die den Energiebedarf beeinflussen, aktualisiert werden. Der Energieausweis dient nur der Information.